BLINDDATEMUSIC auf SWR 4 Radio Südbaden

18. Januar 2011

Ein Portrait von Christiane Bonrath (SWR 4 Aktuell, 17. Januar 2011):

“Stellen Sie sich vor, Sie gehen da auf ein Konzert und wissen nicht wer und was dort gespielt wird …”

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Badische Zeitung: Die Brustgeige im Wohnzimmer

23. Oktober 2010

Freiburg: “Blind Music Date” im Stadtteil Vauban.

von Dennis Roth

Das gibt es selten – dass man in ein Konzert geht, ohne zu wissen, welche Künstler auftreten. Bei der Veranstaltungsreihe “Blind Date Music” ist das die Regel. Öffentlich, doch im Vorfeld geheim sind die Konzerte in Freiburgs Wohnzimmern. Diesmal, zu Beginn der zweiten Staffel, fand man sich in einer schmucken Wohnung im Vauban wieder. Rolf Memming hat es gereizt, mit den Künstlern auf Tuchfühlung gehen, sie direkt zu fragen: “Wieso machst du solche Musik?” Denn die in der ersten Staffel aufgeführten Werke fielen mehr in die Neue Musik. Memming, nebenbei selbst Musiker, hält es lieber mit Klassik. Er und seine Frau Imelda Knörle-Memming sind gute Gastgeber. Die Gäste unterhalten sich bei Wein und Häppchen in der Küche, dann geht es ins Wohnzimmer. Man nimmt auf Hockern und dem Sofa Platz. Man ist gespannt.

Weder trägt er blonde Locken noch einen schrillen Anzug – in lässiger Kleidung erscheint der bulgarische Musiker Georgi Andreev, den Thomas Schmölz vom Veranstalter “mehrklang” als den “Thomas Gottschalk der bulgarischen Musik” angekündigt hatte. Sein Instrument: die Gadulka, eine Brustgeige. Mit seinem Landsmann Sava Stoianov, Trompeter beim Ensemble Modern, spielt Andreev zwischen Buchregal und Schreibtisch in Teil I des Konzerts meist Eigenes, oft mit hohem Anteil an Improvisation: “Ihr wisst nicht, was euch erwartet, aber wir wissen das auch nicht so genau”, so Stoianov, der mit Witz durchs Programm führt.

Für das schöne Stück “Lale li si” wechselt der Trompeter zum Zink. Dieses zwischen Trompete und Blockflöte beheimatete Instrument und der harzige Klang der Brustgeige ergänzen sich perfekt, die Obertöne schillern, das Zusammenspiel ist sehr homogen. Auch solistisch überzeugen die Musiker. Stoianov lässt (in der zweiten, mit Neuer Musik bestrittenen Hälfte) die zwei anspruchsvollen Stücke von Alexander Wustin leicht klingen und beherrscht auch den pastosen, jazzigen Ton. Andreev fantasiert auf der Gadulka, beschwört orientalische Klänge, wirbelt virtuos, und sein expressives Spiel mündet in ein kräftiges Forte, das man dem kleinen, mit nur drei Saiten bespannten Instrument gar nicht zugetraut hat. Überraschung gelungen.

Die Brustgeige im Wohnzimmer (veröffentlicht am 23. Oktober 2010 auf badische-zeitung.de)

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BLINDDATEMUSIC auf SWR2 »Journal am Mittag«

16. September 2010

Ein Portrait von Wibke Gerking (Sendung vom 18. August 2010):

“Achtung! Jetzt kommt ein Geheimtipp für die Freunde zeitgenössischer Musik im Raum Freiburg.  …”

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CHILLI 09/2010: Weltmusiker im Wohnzimmer

13. September 2010

Bei “Blind-Date” treffen hochrangige Künstler in Privaträumen auf überraschte Zuschauer.

Der Verein “mehrklang” lässt mit einem neuartigen Konzept die Neue-Musik-Szene in Freiburg aufjubeln: Bei der Veranstaltungsreihe “Blind-Date” bieten Freiwillige ihre Räumlichkeiten für Überraschungskonzerte an. Der Veranstalter wählt – ohne Absprache mit dem Gastgeber – die Künstler aus und verkauft – ohne den Interpreten anzukündigen – die Tickets. So kommt es zu bemerkenswerten und begegnungsreichen Konzertabenden in den Wohnzimmern der Stadt.

Eva Gülker begrüßt, so wie es sich für eine gute Gastgeberin gehört, jeden per Handschlag. Auch wenn sie die meisten Menschen, die da in ihr Wohnzimmer eintreten, nicht kennt. Die 53-jährige Hausfrau ist heute Abend Ausrichterin der sechsten und letzten Ausgabe in der ersten Staffel der neuen Reihe. Nache der Terrassentür, wo ein kleines Büffet aufgebaut ist, stehen die ersten Gäste und machen Smalltalk. Es fühlt sich an wie eine kleine, private Geburtstagsparty – wären da nicht überall die spartanischen Blind-Date-Hocker im Raum verteilt. Und auch der aufgebaute Notenständer lässt mehr erahnen …

Um kurz nach acht geht es dann los. Schnalzend, schnaubend, schreiend betritt Christiane Schmeling die Bühne – oder besser gesagt: den Platz vor dem Bücherregal der Gülkers. Neue Musik ist experimentell. Von Stück zu Stück abwechselnd schlagen die Freiburger Sängerin und der in den USA geborene Cellist Erik Borgir eigenartige Töne an. Zwischen Familienfotos und der Postkartensammlung wechselt Schmeling, die auch schon in New York, in Paris und im rappelvollen Freiburger Münster aufgetreten ist, singend von Lachanfällen zu Apachengeheul, von gutturalem Glucksen zu Sprecheinlagen. Borgir, der bereits den internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb in Österreich gewonnen hat, reißt und reibt, sägt und säbelt, zerrt und zupft an seinem Instrument – und alles nach Noten. Hier wird die Welt- zu Kammermusik.

Die Zuschauer sind begeistert. “Es ist spannend, so etwas aus nächster Nähe zu erleben”, findet Hildegard Hiel. Es ist schon ihr drittes Blind-Date. Sie wartet schon auf ein viertes. Auch für die Künstler könnte aus dieser Begegnung mit dem Unbekannten mehr werden. “Ich bin verliebt”, gesteht der Streicher Borgir, “der direkte Kontakt zum Publikum, keiner im Raum hat die Gelegenheit auszusteigen, die Reaktionen sind unmittelbar – all das ist sehr gut für diese Art der Musik.” Die Sängerin ist ebenfalls angetan: “Ich war vorher sehr skeptisch, jetzt bin ich überwältigt. Hier bin ich Teil vom Publikum, das ist ungewohnt, macht aber viel Freude.” Die Akustik im Raum hält ihrer Stimme stand, das offene Treppenhaus sorgt für einen tollen Effekt, das leise Summen des Gefrierschrankes aus dem Keller ist kaum wahrnehmbar.

Nach gut zwei Stunden ist das Blind-Date vorbei. Artig bedanken sich die Gäste bei der zufriedenen Hausherrin. Jeder wirft noch ein Kärtchen mit einer Bewertung des Abends in eine Box. Der beste Gastgeber soll zu Beginn der neuen Staffel, die Anfang Oktober startet, mit einem goldenen Hocker ausgezeichnet werden. Wo die Auszeichnung über die “Bühne” geht ist noch unklar – mehrklang befindet sich derzeit auf der Suche nach potetiellen Gastgebern. Drei von sechs sind bereits gefunden.

Erschienen in CHILLI, Ausgabe September 2010, Autor: Felix Holm

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Erfolgreicher Start!

07. April 2010

Umrahmt von cyangetränkten Alpenpanoramen startet BLINDDATEMUSIC mit Erfolg in die erste Runde.

Über vierzig Gäste sind dem ersten Lockruf von BLINDDATEMUSIC gefolgt und  konnten sich über den warmherzigen Empfang des Gastgeberpaares Margarete und Wilfried Post in den Räumlichkeiten der POST FINE ARTS – Galerie erfreuen. Hier wussten die Musiker Elliot Riley (Altsaxophon) und John Eckhardt (Kontrabass) das Publikum mit ihren Klangabenteuern zu fesseln. Weitere Informationen zur Premiere siehe hier.

Wir freuen uns derweil schon auf das nächste Klangabenteuer. Für BLINDDATEMUSIC #2 am 28.04.2010 sind nur noch wenige Karten zu haben. Also, den Mutigen gehört  das Himmelreich. Hier geht’s zum Ticket-Formular.

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Gastgeber gesucht!

15. Dezember 2009

Kein Konzert ohne Gastgeber: BLINDDATEMUSIC sucht neugierige Menschen, die schon immer einmal ein spannendes Hauskonzert in den eigenen vier Wänden veranstalten wollten.

BLINDDATEMUSIC gibt dir jetzt die Möglichkeit dazu! Voraussetzung: Deine Wohnung bzw. WG liegt in Freiburg und hat ein Zimmer, in das mindestens 20 Leute passen.

Neue Gesichter, Spaß und ein außergewöhnlicher Abend sind garantiert. Und mit etwas Glück und Kreativität wirst du von deinem Publikum als beste/r Gastgeber/in mit dem “Goldenen Hocker” prämiert. Dazu kannst du weitere tolle Sachpreise gewinnen.

Interessiert? Dann einfach das Online-Bewerbungsformular ausfüllen. Wir nehmen mit dir dann umgehend Kontakt auf.

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Der Countdown läuft!

02. Dezember 2009

BLINDDATEMUSIC kommt – und zwar bald! Die erste Staffel mit sechs Konzerten startet im Februar 2010. MehrKlang Freiburg, Initiator der neuen Konzertreihe, will damit dem alten Klassiker Hauskonzert zu einem Come back verhelfen. Musik- und partybegeisterte FreiburgerInnen können als GastgeberInnen mit BLINDDATEMUSIC ihr Wohnzimmer zur Bühne machen, und hochkarätige MusikerInnen mit Raritäten der Neuen Musik präsentieren: unkonventionell, faszinierend, am Puls der Zeit.

Jedoch würde BLINDDATEMUSIC seinem Namen nicht gerecht, wenn damit bereits alles gesagt wäre; Veranstaltungsort und Programminfos werden erst nach dem Kauf des Tickets bekannt gegeben. Ein echtes Blind Date eben.

Eines können wir trotzdem schon verraten: BLINDDATEMUSIC präsentiert in Kooperation mit dem Deutschen Musikrat „Jugend musiziert“ höchste musikalische Exzellenz. Neben international renommierten KünstlerInnen werden auch erste PreisträgerInnen des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ – WESPE 2009 zu erleben sein.

BLINDDATEMUSIC ist eine Veranstaltungsreihe von MehrKlang – Gesellschaft für Neue Musik Freiburg e.V. und wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes.

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